Heute zu Gast: Lady Plus E, eine Siemens Spülmaschine.

Problembeschreibung

Das Spülprogramm dauert länger als normal, also wirklich sehr lange, Stunden, ewig. Außerdem ist es zeitweise - und vor allem gleich nach dem Einschalten - einige Zeit so leise, man könnte denken die Dame wäre einfach aus. Zudem ist sie wohl nicht ganz dicht, sie läuft aus, und zwar an der Unterkante der Vordertür.

Fehlersuche

Aus Gewohnheit hab' ich die Spülmaschine gleich zerlegt. Wie sich rausstellen sollte war das - zumindest für die Reparatur - nicht wirklich nötig. Denn das was da so lange dauert, das ist das Einlaufen des Wassers. Nur wieso? Von vorne gesehen auf der linken Seite befindet sich ein wahnsinnig kompliziert anmutendes Wasserlabyrinth, etliche zu und Abläufe, pneumatische Schläuche und Mechanismen die man auf Anhieb nicht wirklich zu verstehen vermag. Was sich aber gleich erkennen lässt ist dass das Wasser aus der Leitung durch den grauen Schlauch an der vorderen unteren Kante einfließt und den linken Behälter langsam, sehr langsam füllt.

Also grauen Schlauch abgemacht (dazu die Klemme mit einer Zange gelöst und nach unten geschoben). Wasser aufgedreht... aber es kommt nichts. Natürlich nicht, hängt ja am Anfang des Schlauches ein kleines graues Kästchen, der Aquastop, welcher verhindert dass Wasser einlaufen kann wenn die Maschine defekt ist - oder wie in meinem Fall - nicht angesteckt ist. Also Die Spülmaschine wieder angesteckt und nochmal das Wasser am Eckventil (das, das aus der Wand kommt) aufgedreht. Oh, es fließt. Fießt, aber es sollte strömen. Also liegt das Problem irgendwo zwischen Schlauchende und Eckventil. Da das Eckventil genug Wasser liefert (ausprobieren, also ohne Schlauch aufdrehen), muss es wohl am Aquastop liegen oder aber am Schlauch selbst. Ich vermute ersteres.

Die Lösung

Der Aquastop besteht aus zwei Ventilen, ein elektrisches, ein pneumatisches. Beide sollen das Wasser im Fehlerfall abriegeln. Aber natürlich nur "ganz oder garnicht" - in diesem Fall fließt ja noch Wasser - nur eben viel zu wenig wie der Blick ins Innenleben der Spülmaschine gezeigt hat. Da fallen sie, die Schuppen von meinem Augen. Es muss natürlich der Filter sein, der sich am Schlauchanfang befindet... Meine Güte.

Also Filter raus! Reinigen und wieder rein - besser jetzt, aber nicht wirklich gut. Nochmal genauer nachgesehen: Es befinden sich zwei Filter im Zulaufschlauch... Der erste ist recht offensichtlich direkt an der Dichtung. Nimmt man diesen 'raus sieht man da noch einen kleinen zweiten weiter hinten im Aquastop. Diesen ebenfalls rausnehmen (leichter gesagt als getan, bei mir hat der Schraubendreher geholfen) und reinigen.

Fertig. Fast. Der Durst der Lady ist gestillt aber sie ist doch noch undicht?

Wie sich rausstellt lag die Inkontinenz daran, dass das Wasser so lange gebraucht hat einzufließen, dass es ewig in der Maschine stand und dann irgendwann an der Dichtung vorbeikam. Stellt euch vor ihr dürft erst auf's Örtchen wenn ihr zwei Liter Wasser getrunken habt, und zwar mit der Pinpette...

Ersparnis

Keine Ahnung, gegenüber einer neuen sicher 300€. Aber das ist kein fairer Vergleich mehr nach all den Jahren. Gebraucht und voll funktionstüchtig liegt der Wert wohl eher bei 60-90€. Immerhin.

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